ⓘ Friedrich Eugen von Hobe, auch von Hoben ; † 24. September 1809 in Schorssow war ein deutscher Forst- und Hofbeamter. ..

                                     

ⓘ Friedrich Eugen von Hobe

Friedrich Eugen von Hobe, auch von Hoben ; † 24. September 1809 in Schorssow) war ein deutscher Forst- und Hofbeamter.

                                     

1. Leben

Friedrich Eugen von Hoben entstammt der mecklenburgischen Adelsfamilie von Hobe. Sein Vater Jochim Ernst von Hobe war Hauptmann in dänischen Diensten.

Im Alter von 13 Jahren trat er als Cavalier in die herzogliche Militärakademie Karlsschule in Stuttgart, wie schon zuvor sein älterer Bruder Johann Wilhelm. In den Jahren 1777 bis 1779 ist er als Respondent in Disputationen unter dem Vorsitz von Jakob Friedrich von Abel belegt. 1780 beendete Hobe sein Studium und wurde im Rang eines Leutnants entlassen. Er muss aber auch noch danach im württembergischen Offizierskorps gedient haben, denn 1787 wurde er als in Urlaub ausgeblieben in Abgang gebracht.

Ab 1790 ist er im Hofdienst von Mecklenburg-Strelitz nachweisbar, zunächst als Oberkammerjunker und Oberforstmeister. 1792 war er als Hofjägermeister im herzoglichen Forst-Collegium tätig. Nach dem Regierungsantritt von Herzog Karl II. 1794 wurde Hobe in dessen unmittelbaren Dienst übernommen und war 1796 Oberschenk in der herzoglichen Hofhaltung. Ab 1803 leitete er als Hofmarschall die Hofhaltung von Herzog Carl. Nach ihm erhielt das Palais, in dem das Hofmarschallamt untergebracht war und das heute das Standesamt der Stadt Neustrelitz beherbergt, den Namen Hobe-Haus.

Hobe starb auf der Rückreise aus dem Kloster Dobbertin bei einem Besuch auf Schorssow am Fieber und wurde "im Gewölbe" der Moltkeschen Familiengruft in der Dorfkirche Bülow Schorssow beigesetzt.

Er war verheiratet mit Maria Margaretha Elisabeth Lisette, geb. von Lützow. Bekannt sind vier Kinder: Adolfine von Hobe gest. 1829 als Hofdame der Prinzessin Paul von Württemberg. Charlotte von Hobe 1792–1852, Schriftstellerin und Stiftsdame. Ein Sohn August von Hobe 1791–1867 wurde preußischer Offizier, erhielt schon im Alter von 22 Jahren am 27. Mai 1813 den Orden Pour le Mérite und war von 1826 bis 1842 Landrat für den Landkreis Osthavelland. Ein weiterer Sohn Carl * 1790 fiel als Leutnant der C-Husaren in der Völkerschlacht von Leipzig.

                                     

1.1. Leben Schlosskoppel

Das ursprünglich rund 50 Hektar große Gelände an der Mirow-Wesenberger Landstraße heute Useriner Straße entlang des Zierker Sees wurde seit 1755 als Viehweide genutzt. Nach dem Regierungsantritt von Herzog Karl II. 1794 wurde die Koppel auf Anraten von Hobes mit Kanälen und Gräben entwässert und zu einem von Baumgängen durchzogenen englischen Landschaftspark umgewandelt, der sich über eine Allee durch die Official-Gärten an den Schlosspark Neustrelitz anschloss. 1808 endete die Nutzung als Viehweide vollständig. In diese Zeit ist die Anpflanzung der heute ältesten Gehölzbestände von Eichen und Buchen zu datieren. Ein weitläufiges Netz geschwungener Pfade erschloss die Schlosskoppel. Neben dem parallel zur Uferpromenade verlaufenden Hauptweg endete ein geradliniger Weg in einem Rondell. Ein Hauptmerkmal des Lustwäldchens war ein Rasenplatz mit einer mächtigen Eiche, den König Friedrich Wilhelm III. bei seinem Besuch mit Königin Luise kurz vor ihrem Tod 1810 erwähnt. Im weiteren Verlauf des 19. Jahrhunderts wurden weitere Anlagen und Blumenbeete angelegt und die Schlosskoppel nach Osten erweitert, so dass Schlossgarten, Schlosskoppel und Tiergarten erstmals ein vollständig verbundenes Gebiet bildeten. Gegen Ende des Jahrhunderts jedoch war der Park seiner gärtnerischen geformten Erscheinung entwachsen und entwickelte sich zum Wald.

Nach 1918 verfiel die Schlosskoppel; im neueren Teil entstanden 1937 Sport- und Aufmarschplätze heute Parkstadion und Rudolf-Harbig-Stadion der TSG Neustrelitz, in den ehemals herzoglichen Gärten eine Kleingartenanlage, der Rest wurde sich selbst überlassen und verwandelte sich in einen sumpfigen Bruchwald. Ein erster Versuch, das Gelände wieder in Form zu bringen, erfolgte 1990 mit ABM-Kräften. Durch mangelnde Pflege danach geriet der Park wieder in Gefahr, zum nicht begehbaren Urwald zu werden. Anfang 2017 legte die Stadtverwaltung Neustrelitz erste Pläne zur Pflege und einer eventuellen grundlegenden Restaurierung vor.

                                     

2. Erinnerung

Herzog Karl II. ließ zur Erinnerung an Hobe 1813 durch Christian Philipp Wolff ein Denkmal an der Quelle dem Spring auf der Schlosskoppel errichten. Hierfür wurde Wolff Sandstein vom Bau des Neuen Palais nicht erhalten zur Verfügung gestellt. Wollfs Arbeit umfasste die Einfassung und Gestaltung der Quelle sowie deren Überbau mit dem Denkmal. Das Denkmal selbst war ein nach oben leicht verjüngter, annähernd drei Meter hoher, abgestumpfter Obelisk mit einer Grundfläche von 1.7 m x 1.7 m. Den Abschluss bildet ein Gesims mit Eckaktroterien, zwischen denen sich an der Ansichts- und Rückseite flache Tympanons, gefüllt mit naturalistischen Eichenzweigen, befinden. Unterhalb des Gesimses ist zu jeder Seite eine halbrunde Flachnische eingearbeitet, welche auf der Ansichtsseite mit einem Relief ausgeschmückt ist. Es zeigt einen, von Blattornamenten umschlungenen Kelch, aus dem allerlei Blumenschmuck quillt. Abschließend über dem Kelch schwebt ein stilisierter Schmetterling als Zeichen der Auferstehung. Wohl erst nachträglich wurde eine weiße Marmorplatte hinzugefügt, die Inschrift trägt: Dem Stifter und Schöpfer dieser stillen Spaziergänge und Umgebungen, Friedrich Eugen von Hobe, widmet aus Dankbarkeit dieses Denkmal Carl Herzog zu Mecklenburg. 1813. 1821 erfolgte eine Instandsetzung durch Friedrich Wilhelm Buttel.

Nach 1945 fiel der Obelisk dem Vandalismus zum Opfer. In den 1990er Jahren wurde ein einfacher Stein etwas nach hinten versetzt aufgerichtet, an dem eine neue metallene Tafel mit der Originalinschrift angebracht wurde. Die steinerne Einfassung Wolffs der inzwischen versiegten Quelle ist noch vorhanden und wurde 2000 durch einen Zaun gesichert. Das Denkmal, das auch als Hobe-Brunnen bekannt ist, gehört mit zu den Elementen der Schlosskoppel, die nach dem Willen der Stadt Neustrelitz von 2017 gepflegt und gegebenenfalls instand gesetzt werden müssen.



                                     
  • Friedrich von Hobe ist der Name der folgenden Personen: Friedrich Eugen von Hobe 1760 1808 Hofmarschall in Neustrelitz Friedrich Wilhelm von Hobe 1792 1866
  • Hobe ist der Familienname folgender Personen: Alice von Hobe 1940 deutsche Apothekerin und Bergsteigerin Andreas August von Hobe 1739 1802 deutscher
  • Hofmarschalls am Hof von Mecklenburg - Strelitz Friedrich Eugen von Hobe 1760 1808 und seiner Frau Lisette, geb. von Lützow, und wuchs in Neustrelitz im heute
  • Hobe auch von Hobe von Gelting, Baron von Hobe - Gelting, Hobe Freiherr von Gelting oder Monforts von Hobe ist der Name eines alten mecklenburgischen Adelsgeschlechts
  • August von Hobe vollständig August Johann Ludwig Elias Friedrich von Hobe 26. August 1791 in Chemnitz in Mecklenburg heute Ortsteil von Blankenhof
  • Friedrich Wilhelm von Hobe 30. Januar 1792 in Habelschwerdt 20. Februar 1866 in Frankfurt Oder war ein preuSischer Generalleutnant und Ritter
  • hinterfragt. Friedrich war der Sohn des Herzogs Friedrich Eugen von Württemberg und Sophie Dorothee von Brandenburg - Schwedt. Sein Vater war der jüngste
  • Eugen Siegfried Erich Ritter von Schobert 13. März 1883 in Würzburg 12. September 1941 bei Nikolajew war ein deutscher Heeresoffizier seit Juli
  • Carl Eugen die Ehe wurde allerdings zunächst nicht proklamiert, dies geschah erst am 2. Februar 1786. 1790 konnte Carl Eugen schlieSlich mit Friedrich Eugen
  • Johann Christoph Friedrich Schiller, ab 1802 von Schiller 10. November 1759 in Marbach am Neckar 9. Mai 1805 in Weimar war ein Arzt, Dichter
                                     
  • der Park entscheidend erweitert. Um 1808 gestaltete Hofmarschall Friedrich Eugen von Hobe eine als Schlosskoppel bezeichnete ehemalige Viehweide zu einem
  • auf dem alten Traditionen verhafteten Land. Eugen Onegin gilt als das moderne russische Nationalepos. Eugen Onegin, gerade zwanzig Jahre alt und elternlos
  • Württemberg eingedrungenen französischen General Moreau teil. Da Herzog Friedrich Eugen mit den Friedensbedingungen unzufrieden war, schickte er Mandelsloh
  • Adelsgeschlecht der Staufer war von 1147 bis 1152 als Friedrich III. Herzog von Schwaben, von 1152 bis 1190 römisch - deutscher König und von 1155 bis 1190 Kaiser
  • der groSe Prinz Eugen zu eben dieser Stunde gestorben war. Prinz Eugen der edle Ritter, sein Leben in Bildern. Erzählt von Hugo von Hofmannsthal und
  • Herzog Ludwig Eugen regierte von 1793 bis 1795 Friedrich Eugen der GroSvater Friedrich Wilhelms, übernahm die Herrschaft im Mai 1795. Friedrich Wilhelms
  • Landgrafen Friedrich II. von Hessen - Kassel und der Prinzessin Maria von GroSbritannien, Irland und Hannover 1723 1772 einer Tochter von König Georg
  • Evangelischen Kirche in Deutschland EKD Wolfgang Huber, hob als pastorales Anliegen von Johannes Friedrich hervor die groSe Standfestigkeit und die Lebendigkeit
  • Langer Eugen Anfang der 1980er Jahre beschloss der Bundestag, Abhilfe für die beengten Platzverhältnisse im Abgeordnetenhochhaus Langer Eugen zu schaffen
  • Grafen Friedrich III. von Moers und dessen Ehefrau Walburga von Saarwerden. Seine beiden Brüder Heinrich und Walram waren beide nacheinander Bischof von Münster
  • Von dem damaligen Weg und von der Furt aus gesehen, schien die Mühle höher zu liegen, als es heute von der MühlenstraSe her aussieht. Friedrich Eugen
                                     
  • Crossbow of Count Ulrich V von Württemberg. In: Metropolitan Museum Journal. Nr. 44, 2009, S. 61 87 Eugen Schneider: Ulrich V., Graf von Württemberg. In: Allgemeine
  • Bezirksamtes Wertheim 1819 bis 1938 1813 1818: Eberhard Friedrich v. Berg erstes Landamt 1819 1850: Eugen Gärtner 1850 1867: Franz v. Stengel 1867 1879: Otto
  • Konservatorium 1890 an Eugen Krantz, der hier schon seit 1869 gelehrt hatte. Die Einrichtung verblieb für 47 Jahre im Besitz von dessen Familie. Um 1895
  • Amand Ernest Eugen von Ruville 28. Oktober 1816 in Stendal 28. Dezember 1884 in Berlin war ein preuSischer Generalmajor. Er war der Sohn des Oberstleutnants
  • enger Vertrauter des Prinzen Eugen von Savoyen 1663 1736 In zeitgenössischen Quellen wird er oftmals nur als Fürst von Commercy oder einfach Commercy
  • Hobe Cord von 1909 1991 deutscher Generalleutnant der Bundeswehr Hobe Eduard von 1802 1874 preuSischer Generalleutnant Hobe Friedrich Eugen von
  • hervorgegangen sind und ihre Macht auf ein Geblütsrecht stützten. Dieses hob sie wahrscheinlich von anderen schwäbischen Geschlechtern ab. Graf Berthold I., der verschiedene
  • Müntefering 1935 Journalist, Erfinder der Sendung mit der Maus Max - Eugen Kemper 1938 katholischer Theologe Hartwig Kleinholz 1934 in Duisburg
  • Alter als die Frauen. Carl Friedrich GauS wurde 77 Jahre alt, die Brüder Wilhelm und Joseph wurden 66 bzw. 67 Jahre alt und Eugen wurde 85 Jahre alt. Minna


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