ⓘ Julius Hübner, Maler, 1806. Rudolf Julius Benno Hübner war ein deutscher Maler und Galeriedirektor sowie Dichter und Übersetzer. ..

                                     

ⓘ Julius Hübner (Maler, 1806)

Rudolf Julius Benno Hübner war ein deutscher Maler und Galeriedirektor sowie Dichter und Übersetzer.

                                     

1. Leben

Hübner war mit Wilhelm Wackernagel befreundet und besuchte seit 1821 die Kunstakademie zu Berlin, wurde 1823 Schüler Wilhelm Schadows und folgte diesem 1826 nach Düsseldorf, wo er familiär und künstlerisch zu dessen engem Zirkel gehörte. Von 1829 bis 1831 hielt er sich mit Freunden in Rom auf, 1831 bis 1833 in Berlin. Von 1833 bis 1837/1838 gehörte er an der Kunstakademie Düsseldorf zur Meisterklasse Schadows. Unter Schadow entwickelte Hübner eine "Tendenz zum Akademischen", die ihn zu "einem der prägnantesten Vertreter der Düsseldorfer Malerschule" machte.

Im Jahr 1828 wurde er durch sein Gemälde Die Fischer nach Goethes Ballade bekannt, an welchem besonders "die Schönheit der Formen und des Ausdrucks gefiel". Zu gleicher Zeit entstand das Bild Roland, die Prinzessin Isabella aus der Räuberhöhle befreiend Der rasende Roland, wonach Joseph von Keller einen Stich fertigte. Während seines Aufenthalts in Italien 1829–1831 malte er die Ruth, ihre Schwiegermutter Naomi in die Fremde begleitend 1831, Berliner Nationalgalerie. Für den Berliner Kunstverein entstand 1832 Simson, die Säulen einreißend.

1833 war er wieder in Düsseldorf, wo 1834 u. a. Amalie Bensinger 1809–1889 eine seiner Schülerinnen war. In den Jahren 1836/1837 schuf er für die Düsseldorfer Andreaskirche ein Altarbild, das Christus an der Geißelsäule zeigt. Wegen der in damaliger Zeit als anstößig empfundenen "nackten Darstellung des leidenden Heilandes" wurde er anfangs kritisiert. 1839 berief man ihn an die Kunstakademie nach Dresden. Seit 1841 Professor an derselben, entfaltete er eine umfangreiche Lehrtätigkeit. 1845 wurden ihm die Ehrenbürgerrechte der Stadt Meißen verliehen. 1871 wurde er Direktor der Dresdner Königlichen Gemäldegalerie heute: Gemäldegalerie Alte Meister und Galerie Neue Meister. Er starb am 7. November 1882 in Loschwitz bei Dresden an einer Rippenfellentzündung, nachdem er kurz vorher in den Ruhestand getreten war. Er wurde auf dem Trinitatisfriedhof beigesetzt; das Grab ist nicht erhalten.

                                     

2. Familie

Julius Hübner war verheiratet mit Pauline Charlotte Bendemann, einer Schwester des Malers Eduard Bendemann. Das Paar hatte acht Kinder:

  • Hans Hübner 1837–1884, Professor für Chemie in Göttingen
  • Fanny Hübner 1835–1875
  • Emma Hübner 1830–1844
  • Paul Hübner 1831–1833
  • Emil Hübner 1834–1901, Philologe und Epigraphiker, verheiratet mit Marie Droysen 1839–1896, einer Tochter des Historikers Johann Gustav Droysen
  • Franz Hübner 1840–1891, Oberstleutnant
  • Martin Hübner 1846–1908, Bankier
  • Eduard Hübner 1842–1924, Maler
                                     

3. Werke Auswahl

Von seinen Werken aus der Düsseldorfer Periode sind zu nennen:

  • Hiob und seine Freunde Städelsches Institut zu Frankfurt
  • Das Liebespaar des Hohenliedes
  • Christus und die Evangelisten 1835, Kirche zu Meseritz
  • Felicitas und der Schlaf aus Tiecks "Octavianus" Museum zu Breslau
  • Christuskind auf Wolken Nationalgalerie zu Berlin
  • Die Schutzengel ebendaselbst
  • Fischerknabe und Nixe 1827/1828, Gemäldegalerie Berlin
  • Die schöne Melusine 1844
  • Der rasende Roland 1828, Museum Kunstpalast
  • Porträt der Pauline Hübner 1829, Alte Nationalgalerie
  • Altarbild Auferstehung
  • Jung Düsseldorf
  • Christus an der Geißelsäule

Für den Kaisersaal im Frankfurter Römer malte er Friedrich III., für die Stadtkirche zu Meißen einen Christus, für die Marktkirche in Halle ein großes Altarbild: Sehet die Lilien auf dem Feld, nach der Bergpredigt.

In Dresden entstanden:

  • Karl V. in San Yuste
  • Magdalena vor dem Leichnam Christi
  • Friedrichs letzte Tage in Sanssouci
  • Luther schlägt die Thesen an 1878, Lutherhaus Wittenberg
  • ein großes Bild aus der Apokalypse: die Hure Babylon auf dem siebenköpfigen Drachen auf Wolken, während der Engel des Herrn dem Evangelisten die Vision deutet 1852, Petersburg
  • Die Disputation Luthers mit Eck
  • Amor im Winter
  • Das goldene Zeitalter Dresdner Galerie Kriegsverlust, eine Wiederholung in der Berliner Nationalgalerie – wiederentdeckt 2009 im Museum von Simferopol)
  • Der zwölfjährige Christus im Tempel


                                     

3.1. Werke Auswahl Illustrationen Auswahl

Digitalisierte Ausgabe der Universitäts- und Landesbibliothek Düsseldorf:

  • In: ABC-Buch für kleine und große Kinder / gezeichnet von Dresdner Künstlern. Mit Erzählungen und Liedern von R. Reinick und Singweisen von Ferdinand Hiller. Leipzig: Wigand, 1845. – Digitalisierte Ausgabe
  • Lieder eines Malers mit Randzeichnungen seiner Freunde. Düsseldorf: Schulgen-Bettendorff, 1836, Probedruck. Digitalisierte Ausgabe
  • Lieder eines Malers mit Randzeichnungen seiner Freunde. Düsseldorf: Buddeus, zw. 1839 und 1846. Digitalisierte Ausgabe
  • In: Reinick, Robert. Lieder eines Malers mit Randzeichnungen seiner Freunde. zwischen 1836 und 1852.
  • Lieder eines Malers mit Randzeichnungen seiner Freunde. Düsseldorf: Schulgen-Bettendorff, 1838. Digitalisierte Ausgabe
  • Lieder eines Malers mit Randzeichnungen seiner Freunde. Düsseldorf: Schulgen-Bettendorff, 1838, farbige Mappen-Ausgabe. Digitalisierte Ausgabe
  • Lieder eines Malers mit Randzeichnungen seiner Freunde. Leipzig: Vogel, ca. 1852. Digitalisierte Ausgabe
  • In: Der Nibelunge Lied. Abdruck der Handschrift des Freiherrn Joseph von Laßberg. Leipzig: Wigand, 1840. Digitalisierte Ausgabe
  • In: Das Nibelungenlied. Mit Holzschnitten nach Originalzeichnungen von Eduard Bendemann und Julius Hübner. Leipzig: Wigand, 1840. Digitalisierte Ausgabe
  • Schadow und seine Schule: Festrede. Bonn: Cohen, 1869. Digitalisierte Ausgabe
  • In: Die Nibelungen. In Prosa übersetzt, eingeleitet und erläutert von Johannes Scherr. Leipzig: Wigand, 1860. Digitalisierte Ausgabe
                                     

3.2. Werke Auswahl Gedichte und Nachdichtungen

  • Hundert ausgewählte Sonette Francesco Petrarkas übersetzt von Julius Hübner. Nicolaische Verlagsbuchhandlung, Berlin 1868 zweisprachige Ausgabe; Digitalisat im Internet Archive
  • Helldunkel. Aus dem poetischen Tagebuch eines Malers. Sonette und Lieder von Julius Hübner. George Westermann, Braunschweig 1871 Digitalisat bei Google Books
  • Helldunkel. Aus dem poetischen Tagebuch eines Malers. Sonette und Lieder von Julius Hübner. Zweite Folge. Theodor Meinhold, Dresden 1876 Digitalisat bei Google Books
                                     
  • Julius Hübner ist der Name folgender Personen: Julius Hübner Maler 1806 1806 1882 deutscher Maler Julius Hübner Schauspieler 1839 1878 deutscher
  • Diplomat Julius Hübner Maler 1806 1806 1882 deutscher Maler Julius Hübner Schauspieler 1839 1878 deutscher Schauspieler Julius Hübner Maler 1842
  • 1884 in Göttingen war ein deutscher Chemiker. Hans Hübner war der Sohn des Malers Julius Hübner 1806 1882 und dessen Ehefrau Pauline geb. Bendemann
  • jüngeren Bruder, dem späteren Maler Eduard Bendemann. In dessen künstlerischem Umfeld lernte sie den Maler Julius Hübner kennen, einen Studenten der Berliner
  • Deutschland Hübner, Carol 1902 deutsch - rumänischer Maler Hübner Julius 1806 1882 Deutschland Hübner Paul 1915 2003 Deutschland Huchtenburgh, Jan
  • Nationalrat Hübner Julius 1806 1882 deutscher Maler und Galeriedirektor Hübner Julius 1839 1878 deutscher Theaterschauspieler Hübner Jutta 1962
  • Architekt Julius Hübner 1806 1882 Maler Professor an der Kunstakademie, Direktor der Königlichen Gemäldegalerie Dresden Leon Pohle 1841 1908 Maler Heinrich
  • Berlin kam, an den Rhein folgten: Theodor Hildebrandt, Eduard Bendemann, Julius Hübner Carl Friedrich Lessing, Christian Köhler, Heinrich Mücke und Karl Ferdinand
  • 1786 1840 zu studieren. AnschlieSend wurde er in Dresden Schüler von Julius Hübner 1806 1882 Dort malte er unter anderem: Die Zwergenhochzeit nach Goethe


                                     
  • Düsseldorfer Künstler lernte sie die Maler Adolph Schroedter, Carl Friedrich Lessing, ihre späteren Schwäger, sowie Julius Hübner Eduard Bendemann, Karl Ferdinand
  • Architekt 1788 9. Februar: Julius Muhr, deutscher Maler 1819 21. Februar: Constant Troyon, französischer Maler 1810 6. März: August Viereck
  • Huber - Feldkirch 1858 1932 Carl Wilhelm Hübner 1814 1879 Eduard Hübner 1842 1924 Heinrich Hübner 1869 1945 Julius Hübner 1806 1882 Joseph Hülser 1819 1850
  • seinem Lehrer Schadow, seiner Schwester Pauline und deren Gatten Julius Hübner sowie den Malern Karl Ferdinand Sohn und Theodor Hildebrandt von November 1829
  • französischer Archäologe 1806 14. November: Jacques Charles Brunet, französischer Bibliograph und Buchhändler 1780 14. November: Julius Campe, deutscher
  • Bürgermeister in Dresden von 1832 bis 1848 HübnerstraSe: Julius Hübner 1806 1882 Maler Professor an der Dresdner Kunstakademie und Direktor der Gemäldegalerie
  • Schriftstellerin Andreas Dittmer 1972 Olympiasieger im Kanurennsport Charly Hübner 1972 Schauspieler Olaf Winter 1973 Olympiasieger im Kanurennsport
  • Königin von Sachsen 1806 Juan Crisóstomo de Arriaga, spanischer Violinist und Komponist 1806 Julius Hübner deutscher Maler Direktor der Dresdner
  • 1708 diesen Titel trug. Es ist verbunden mit dem Namen des Lehrers Johann Hübner 1668 1731 der das Lexikon nicht bearbeitete, sondern lediglich die Vorrede
  • Neurologe 1834: Julius Reubke, deutscher Komponist 1835: Nicolaus von Prittwitz, russischer Offizier 1835: Manuel Tapia, chilenischer Maler und Photograph
  • 11 Augsburg 1798 Die entschlafene Liebe, Lied Lieder nach Gedichten von Hübner 1. Band: Stuttgart 1788 2. Band: Stuttgart 1791 Hirtenlieder von Florian
  • Sammlung gehörte zunächst Aloys Heinrich von Oberg, kam 1780 an Carl Ferdinand Hübner aus Strehlen, wurde am 17. Juli 1815 vom Breslauer Stadtrat Christian Friedrich
                                     
  • Schweizer Kaufmann im Orient 1841 07. November: Julius Hübner deutscher Maler und Museumsdirektor 1806 11. November: Victor Chéri, französischer Komponist
  • Bergsteiger, Schriftsteller, Lyriker und Maler 1944: Albert Maria Fuchs, deutscher Weihbischof 1945: Julius Adler, deutscher Politiker 1945: Roland Betsch
  • Düsseldorfer Franziskanerkloster an der SchulstraSe umziehen musste, nach 1806 der Zeit des GroSherzogtums Berg, einen Niedergang. Zuletzt waren nur noch
  • Thomasschule. Von April 1804 bis 1806 studierte er an der Universität Leipzig die Fächer Physik, Botanik und Chemie, ab 1806 Medizin. Zu seinen Lehrern gehörte
  • Bissell, US - amerikanischer Politiker 1860 25. April: Julius Jacob der Ältere, deutscher Maler 1882 26. April: Hugo Henckel von Donnersmarck
  • Friedrich Julius Stahl, deutscher Rechtsphilosoph, Jurist, preuSischer Kronsyndikus und Politiker 1806 Bernhard von Neher, deutscher Maler 1808: Charles
  • sogenannten Röhm - Putsches Reinhold KiSling 1926 Diplomlandwirt Horst Hübner 1936 2009 Autor von Heftromanen, Journalist, Übersetzer und Lektor Ulrich
  • französischer Maler 1884: Jan Arnošt Smoler, sorbischer Philologe, Schriftsteller und Verleger 1884: Anton Zwengauer, deutscher Maler 1886: Bernhard
  • Austerlitz, preuSischer General 1806 27. Januar, Julius Hübner 7. November 1882 in Loschwitz bei Dresden, Maler und Galeriedirektor 1812, 26. Januar

Wörterbuch

Übersetzung